Am letzten Wochenende im Oktober trafen sich die ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1957 und 1958 zu ihrer Goldenen Konfirmation. Schon vor Monaten waren die Einladungen verschickt worden, damit sich möglichst viele den Termin freihalten konnten, gerade die, die eine weite Anreise hatten, etwa aus Österreich oder aus Süddeutschland. Die nicht immer einfache Arbeit, die entsprechenden Adressen herauszufinden, hatte ein Team um Harry Feil und Ida Dohrn übernommen, mit tatkräftiger Unterstützung sowohl aus der Wingst als auch aus Cadenberge.
So hatten sich schließlich knapp 70 Goldene Konfirmandinnen und Konfirmanden angemeldet, von denen etliche schon beim Kaffeetrinken am Sonnabendnachmittag in der Wingst und in Cadenberge dabei waren. Schon hier wurde in Erinnerungen geschwelgt, war von Streichen mit den damaligen Pastoren die Rede und machten alte Bilder von damals und so manches alte Poesiealbum die Runde. Und der eine und die andere musste doch genau hinsehen, weil man nicht mehr alle auf Anhieb erkannte. Wie gut, dass es Namensschilder gab. Am Sonntag trafen sich alle im Cadenberger Gemeindehaus, um, mit der Goldenen Anstecknadel geschmückt, zusammen mit dem Kirchenvorstand in die Kirche einzuziehen. Eine gewisse Aufregung, beinahe wie vor 50 Jahren, war nicht zu übersehen. Während des festlichen Abendmahls-Gottesdienstes, der von Pastor Jens Monsees gestaltet und von den Posaunenchören der Kirchengemeinde, sowie von Kai Rudl und Regina Bolten musikalisch umrahmt worden war, ging so mancher Gedanke zum Konfirmationstag damals zurück und in die Zeit von damals bis heute.
Beim anschließenden Fototermin war noch einmal Geduld gefragt, damit all verschiedenen Gruppen von damals zu ihrem Recht kamen. Mehrere Male musste in unterschiedlicher Zusammensetzung Aufstellung genommen werden, beinahe wie bei einer Pressekonferenz, wenn sich Staats- und Regierungschefs treffen. Manch einem knurrte dann bald der Magen, so dass es Zeit wurde für die Hochzeitssuppe im MarC5. Dort erhielten die Jubel-Konfirmandinnen und –konfirmanden die Urkunden zur Erinnerung an diesen Tag und so manche Anekdote wurde erzählt. Und mancher Kontakt wurde neu geknüpft, so dass etliche Teilnehmer nun nicht erst bis zur nächsten Jubelkonfirmation warten wollen, um sich wiederzusehen.
Beim Abschied nach dem Kaffeetrinken und nach manchem Gruß von denen, die nicht dabei sein konnten, waren sich alle einig: Es war ein sehr schöner Tag!
Jens Monsees
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