Goldene Konfirmation im Oktober

Am 23. und 24. Oktober 2010 war es wieder soweit: Wir haben in unserer Kirchengemeinde die Goldene Konfirmation gefeiert, und zwar mit den ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1959 und 1960. Schon lange voraus waren die Einladungen verschickt worden, damit sich möglichst viele den Termin freihalten konnten, gerade die, die eine weite Anreise hatten, etwa aus dem Rheinland oder auch aus Süddeutschland.

Die mühevolle Arbeit, die entsprechenden Adressen herauszufinden, hatte wieder das Team um Harry Feil übernommen, zusammen mit tatkräftiger Unterstützung aus den beiden Jubiläumsjahrgängen, sowohl aus der Wingst als auch aus Cadenberge. So hatten sich schließlich knapp 70 Goldene Konfirmandinnen und Konfirmanden angemeldet, von denen etliche schon beim Kaffeetrinken am Sonnabendnachmittag in der Wingst und in Cadenberge dabei waren. Schon hier wurden Erinnerungen ausgetauscht und alte Bilder angesehen. Sicher gehörte auch manche Anekdote aus der Konfirmandenzeit dazu, und manches alte Poesiealbum machte die Runde. Nicht alle hatten sich auf Anhieb erkannt, so dass man bei dem einen und der anderen zweimal hinsehen musste, bis man sich wiedererkannte. Ein wenig halfen da die Namensschilder.

Am Sonntag trafen sich dann alle im Cadenberger Gemeindehaus, um, mit der Goldenen Anstecknadel geschmückt, zusammen mit dem Kirchenvorstand in die Kirche einzuziehen. Auch diesmal war eine gewisse Aufregung, beinahe wie vor 50 Jahren, war nicht zu übersehen. Während des festlichen Abendmahls-Gottesdienstes, der von Pastor Jens Monsees und von den Posaunenchören der Kirchengemeinde, sowie vom Gospelchor „Spiritual Voices Cadenberge“ gestaltet wurde, ging so mancher Gedanke zum Konfirmationstag damals zurück.

Einen Rückblick auf die Zeit damals und die Zeit bis heute wagte in seiner Predigt auch Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen aus Lüneburg, der selbst zu den Goldenen Konfirmanden gehörte und bis zur Wahl des neuen Landesbischofs als Bischofsvikar unsere Landeskirche leitet. Dadurch bekam dieser Tag noch einmal eine besondere Note. Denn nur selten ist der leitende Geistliche unserer Kirche bei solch einem Konfirmationsjubiläum dabei. Der anschließende Fototermin in der Kirche verlangte dann noch einmal etwas Geduld. Aber am Nachmittag freuten sich alle über die gelungenen Bilder.

Mit langsam schon knurrendem Magen wurde es Zeit für die Hochzeitssuppe im MarC 5. Dort erhielten die Jubel-Konfirmandinnen und –konfirmanden auch die Urkunden zur Erinnerung an diesen Tag. So manche Anekdote wurde erzählt und mancher Kontakt wurde neu geknüpft. Beim Abschied nach dem Kaffeetrinken waren sich die meisten einig: Es war ein sehr schöner Tag! Einen Wehrmutstropfen gab es aber doch. Im Gottesdienst wurde fälschlicherweise Vera Köpp, geb. Zerrenner, als verstorben gemeldet. Sie erfreut sich aber glücklicherweise ihres Lebens. Wir bitten zu entschuldigen, dass dies passiert ist, trotz aller Mühe der Vorbereitungsgruppe im Vorfeld, die nach bestem Wissen und Gewissen die Anschriften und die nötigen Informationen gesammelt hat.

Jens Monsees