Inzwischen ist es schon einige Wochen her, dass Superintendent Hilmar Menke in den Ruhestand verabschiedet wurde. Wir haben ein wunderschönes Wochenende erlebt mit einem abwechslungsreichem Musikprogramm am Samstagabend, einen sehr festlichen Gottesdienst am Sonntagnachmittag mit anschließendem Abschiedsempfang im MarC5.



 


Mit diesem Tag ging eine Ära von fast 11 Jahren im Kirchenkreis Land Hadeln und vor allen Dingen auch in unserer Kirchengemeinde zu Ende. Da die Mehrheit unserer Gemeindeglieder an dem Abschiedsempfang nicht teilnehmen konnte, möchte ich an dieser Stelle noch einmal die wichtigsten Punkte nennen, die mir aus Sicht der Kirchengemeinde wichtig waren.

Superintendent Menke – mittlerweile müssen wir das Anhängsel „i.R.“ für „in Ruhe“ an die Amtsbezeichnung hängen - hatte bereits 25 Jahre lang in der Kirchengemeinde Georgsmarienhütte verbracht, bevor ihn sein Lebensweg nach Cadenberge führte. In dieser Zeit hat er umfangreiche Erfahrungen in seiner Arbeit als Pastor gesammelt. Er wusste, was gut gelingen kann und was, zumindest in Georgsmarienhütte, nicht gelungen ist. Trotzdem machte er seinen Kollegen, Pastor Hitzegrad, Pastor Monsees und zuvor Pastor Riesebeck sowie vielen Ehrenamtlichen immer Mut, neue Wege zu gehen, unterstützte sie bei neuen Ideen und wirkte nie bremsend. So erhielt insbesondere die Einführung des KU4-Unterrichts seine ausdrückliche Unterstützung, genauso wie die Planung und Durchführung von Projekten wie zum Beispiel die Glaubenskurse und die Aktion „ProChrist“.

Hilmar Menke verzichtete ganz bewusst darauf, im Zusammenwirken mit seinen Kollegen den Vorgesetzen, den er als Superintendent eigentlich war, herauszustellen. Das wollte er nicht sein. Im Gegenteil suchte er immer wieder Gelegenheiten, bei denen es darum ging, gemeinsam vorbereitete und gestaltete Gottesdienste zu feiern. Er war immer an dem Erfolg seiner Kollegen bei Veranstaltungen interessiert und gehörte nie zu denjenigen, die diesen an der Zahl der Besucher festmachte. Er schenkte ihnen uneingeschränktes Vertrauen. Dieses Vertrauen durften auch diejenigen genießen, die als Ehrenamtliche in unserer Kirchengemeinde tätig waren.

Superintendent i.R. Menke erklärte bereits bei seiner Vorstellung vor elf Jahren, dass er ein Freund alter Orgeln sei und deshalb alles tun werde, diese schöne Instrumente in unserem Kirchenkreis und damit auch in unserer Kirchengemeinde zu erhalten. Weiterhin erfuhren wir, dass er auch Erfahrungen in der Leitung von Posaunenchören mitbrachte. Da wussten wir, dass er in diesem Punkt nahtlos an seinem Vorgänger Fritz Brandt anschließen würde und wir einen Fürsprecher für die Kirchenmusik erhielten. Wir alle erinnern uns an die zahlreichen Posaunenchoreinsätze in unserer Kirchengemeinde, bei denen er als Bläser der Zugposaune dabei war. Hilmar Menke war auch langjähriges Mitglied im Gospelchor. In besonderer Erinnerung sind uns hier seine solistischen Einlagen geblieben. Mit Hilmar Menke wirkte in unserer Kirchengemeinde ein Pastor, dessen Predigten relativ kurz, aber prägnant und nahe an der christlichen Botschaft waren. Festliche Gottesdienste waren ihm ein Anliegen. Besonders genoss er Gottesdienste, in denen es ihm vergönnt war, Kinder zu taufen.

Zu einer Besonderheit seiner Zeit als Pastor in unserer Kirchengemeinde gehörte die Einführung der Lesungen am Epiphaniastag. Diese Veranstaltung ist mittlerweile gute Tradition geworden und alle haben es gerne gesehen, als auf meine Bitte hin, auch im Ruhestand diese Veranstaltung durchzuführen, sein zustimmendes Nicken sahen.
Mit dem Ruhestand hat Hilmar Menke Zeit, sich all den Dingen zu widmen, die in seiner Zeit als Superintendent des Kirchenkreises und als Pastor unserer Kirchengemeinde zu kurz kamen. Dafür wünschen wir ihm viel Freude. Dass dieses weiterhin auch in unserer Kirchengemeinde geschieht – genauer im Pfarrbezirk von Pastor Hitzegrad -, freut uns sehr. So werden wir ihn und seine Frau auch weiterhin in unseren Reihen erleben, vielleicht nach einigem Abstand ab und zu auch als Pastor. Das wäre sehr schön.

Bis dahin sagen wir. Vielen Dank für alles, war wir durch Sie und durch Ihr Wirken erleben durften, Herr Superintendent i.R.

Jürgen Stelling