Nachruf auf Vera Brümmer-Nowak

Am 8. Juni ist Vera Brümmer-Nowak verstorben. Viel zu früh, im Alter von nur 52 Jahren, ist sie einem Krebsleiden erlegen.

Vera Brümmer-Nowak war viele Jahre lang ehrenamtlich für unsere Kirchengemeinde tätig. In vielen Bereichen hat sie sich engagiert. Durch ihr frühzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben fand sie hier die Möglichkeit, sich einzubringen. Sie war Chorsängerin in der Kantorei, die auch bei ihrer Trauerfeier gesungen hat. Sie war bei den Geburtstagsrunden viele Jahre mit dabei und hat für eine freundliche und festliche Atmosphäre gesorgt.

Manch einer ist ihr im Kirchenbüro begegnet, weil sie dort immer wieder half und viele Tätigkeiten übernahm, für die die Sekretärinnen keine Zeit fanden. So saß sie stundenlang am Telefon, um Adressen für die Silbernen und Goldenen Konfirmationen herauszubekommen. Eine Arbeit, die ihr besonders
gut gefiel, weil sie Kontakte und Gespräche mit anderen liebte. Ein Bereich kirchlicher Arbeit lag ihr besonders am Herzen: Die Betreuung der Nichtsesshaften. Sie gehörte zu dem Team, das jahrelang am Freitagmorgen für die „Menschen ohne Zuhause” ein Frühstück vorbereitet hat. Sie half bei vielen Problemen, die die Menschen von der Straße hatten und war persönlich um jeden bemüht.

Die Verstorbene war eine „Suchende” - so habe ich es in der Trauerfeier für Vera Brümmer-Nowak ausgedrückt. Sie war immer auf der Suche nach neuen Lebenszielen, nach neuen Aufgaben, auch nach Antworten auf ihre Fragen und nach Wegen, um mit ihrer Krankheit umzugehen. Ihr Engagement in der Kirchengemeinde war für sie eine Hilfe und hat sie stark gemacht. Über der Trauerfeier am 12. Juni stand das Wort, das Vera und ihren Mann Heiner schon seit ihrer Hochzeit begleitet: „Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, euer Erbarmer.” (Jes 54,10).

Nun ist der letzte Hügel, der letzte schwere Berg für Vera Brümmer-Nowak in diesem Leben gefallen. Wir vertrauen darauf, dass Gottes Friede und seine Gnade nicht von ihr weichen.Wir danken Gott, dass wir sie hatten und dass wir viele gute gemeinsame Wege miteinander gehen durften. Sie ist nur vorausgegangen. In der großen Gemeinschaft der Gottesfamilie bleiben wir verbunden. Diesen Trost wünsche ich besonders ihrem Mann Heiner.

Bert Hitzegrad