|
 |
 |
 |
 |
 |
Nachruf auf Pastor i.R. Felix Winzen |
 |
|
Im Sommer überraschte uns in der Niederelbezeitung eine Traueranzeige der Kinder von Pastor Felix Winzen, die den Tod ihres Vaters auch in seiner alten Gemeinde Cadenberge und Wingst bekannt gaben.
Felix Winzen war als Pfarrdiakon 1955 nach Cadenberge gekommen und betreute den damaligen zweiten Pfarrbezirk - also die Wingst. 1963 wurde er zum Pfarrvikar berufen. Bereits seit 1962 wohnte Familie Winzen im heutigen „2. Pfarrhaus”, in dem auch ich und meine Familien wohnen. Der Kirchenvorstand hatte es von der Erbengemeinschaft der Familie Peters gekauft. Pastor Peters hatte das Haus in den 30er- Jahren für seinen Ruhestand gebaut, durfte dann aber nur kurze Zeit darin wohnen und verstarb bald.
Der Name von Pastor Winzen verbindet sich vor allem mit der Jugendarbeit in der Kirchengemeinde aber auch im Kirchenkreis. Felix Winzen war auch Kreisjugendpastor des damaligen Kirchenkreises An der Oste und betreute mit Kreisjugendwart Gerhard Clotz die „Evangelische Jugend”. Viele erinnern sich noch gern an seine Aktivitäten - u.a. Unternahm er Sommerfreizeiten und Fahrten nach Hermannsburg. Manch einer beschreibt ihn aber auch als sehr strengen Pastoren der älteren Generation. In seiner Familie gab es Ende der 60-er Jahre sehr viele Sorgen, die wohl auch zur Erkrankung und dann zu seinem Wechsel in die Kirchengemeinde Niedernstöcken 1971 führten. Superintendent Jantzen schreibt in seiner Chronik: „Am Sonntag, dem 5. September, hielt Pastor Winzern in einem gute besuchten Gottesdienst seine Abschiedspredigt ... Wir freuen uns, daß die Gemeinde ihnen einen guten Abschied bereitet hat!”
Seine erste Frau, Johanna Winzen, starb nur ein Jahr nach dem Wechsel. Felix Winzen heiratete ein zweites Mal und blieb bis zu seinem 68. Lebensjahr in Niedernstöcken. Danach zog er mit seiner Frau nach Brühl an den Rhein, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Dort ist er auch im Alter von 95 Jahren verstorben.
|
 |
 |
 |
 |
Pastor Felix Winzen (links) damals noch Pfarrdiakon, mit Landessuperintendent Hoyer 1957 bei der feierlichen Einweihung des Bugenhagenhauses in Westerhamm.
|
|
 |
 |
Als jüngerer Kollege im gleichen Haus in der heutigen Claus-Meyn-Straße danke ich für den Dienst in unserer Kirchengemeinde und bitte Gott, dass er ihm nun seinen Frieden schenkt, so wie der Verstorbene es geglaubt und oft verkündet hat.
Seine Kinder schreiben in der Traueranzeige: „Es gibt was Größeres als unseren Kummer, es gibt was, das uns durch die schwere Zeit trägt, es gibt was, das uns durch die Dunkelheit begleitet bis es wieder hell wird - Gottes liebende Hände. Das hat unser Vater mit seinem Leben gezeigt - bis zum letzten Tag.”
Bert Hitzegrad
|
 |
 |
|
Letzte Änderung am Donnerstag, 5. Januar 2012 um 20:59:00 Uhr.
|
 |
 |
|
 |