An einem Freitagmorgen ist Dora Burmester verstorben.

Freitags, alle vierzehn Tage hat Dora Burmester dafür gesorgt, dass alles für die Andacht im Pflegeheim vorbereitet war: Ein Tisch als Altar, darauf Kreuz, Kerzen und ein Blümchen, die Stühle nach vorn ausgerichtet mit einem guten Abstand, so, dass auch noch die Rollstühle und Rollatoren hindurchpassen .... und dann auf die einzelnen Stationen gehen, einladen, den einen oder anderen hinunterschieben ...

Dann musste nur noch der Pastor kommen. Dora Burmester war lange die gute Seele bei den Andachten im Haus Am Dobrock. Mit ihr haben die Gottesdienste im Lindenweg begonnen. Sie freute sich und war auch etwas stolz, als sie im Jahr 2002 (s. Foto mit dem Heimleiter Volker Kästner und Pastor Bert Hitzegrad) ein Kruzifix und bronzene Leuchter für die Gestaltung des Gottesdienstraumes bekam.

Schon früher war Dora Burmester für die Kirchengemeinde immer wieder tätig - vor allem bei der Vorbereitung der Goldenen und Diamantenen Konfirmation. Sie suchte die Adressen heraus, denn sie kannte die Menschen aus ihrem Ort. Und sie wachte darüber, dass die Jubiläen einen feierlichen Rahmen haben. Nicht wenige in Cadenberge haben Dora Burmester auch als Totenfrau kennengelernt, die bei Trauerfällen zur Stelle war und half und tröstete und Rat wusste.

Im Alter von 85 Jahren ist sie verstorben. Wir sind sehr dankbar für ihre Dienste. An ihre Zwillingsschwester Thea Stüven hatte sie schon vor drei Jahren das Amt der Küsterin bei den Gottesdiensten im Haus am Dobrock abgegeben. Auch an dem Tag, als Dora Burmester verstarb fand die Andacht wieder statt. Am Freitagnachmittag um 16.00 Uhr. Doch die Verstorbene war schon erlöst und hatte nach schweren Wochen Gottes Ewigkeit betreten.

Bert Hitzegrad