Nachruf für Gerhard Schäfer

Er ist an einem Dienstagabend verstorben. Kurz vorher war er noch bei seinem Dienstagskreis – und viele erlebten ihn dort so, wie sie ihn kannten und liebten: Mit der Gitarre in der Hand, der spontan auch jedes Lied begleiten konnten, mit tiefen, geistlichen Gedanken und markigen Worten und mit seiner nie enden wollenden Fröhlichkeit, die ihm auch viele schwere Erfahrungen in seinem Leben nicht nehmen konnten. 65 Jahre alt ist Gerhard Schäfer geworden – zu Ostern hatte er noch im Kreise seiner Familie und vieler Freunde seinen Geburtstag gefeiert.

Er selbst hätte wohl gesagt: „Seid nicht traurig – ich bin zuhause bei meinem Herrn!“ Und doch war und ist der Schrecken groß darüber, wie schnell der Tod kommen kann und wie plötzlich dieses Leben zu Ende war. Gerhard Schäfer hatte für seinen Ruhestand noch viele Pläne und in seinem Leben gab es noch einmal eine schöne Wendung …

Sein tiefes Gottvertauen und seine Glaubens-Fröhlichkeit wurde ihm wohl schon durch seine Eltern in die Wiege gelegt. Vieles hatte die Familie bei der Flucht aus Bessarabien zurücklassen müssen – dieses hatten sie aber mit ins Land Hadeln, mit nach Geversdorf gebracht - wie so viele Flüchtlinge aus dem Osten. Schon mit 12 Jahren begann er sich im Kindergottesdienst in Geversdorf zu engagieren, später in der Jugendgruppe. Viele kennen ihn noch aus der Zeit, als er den Singkreis in Weserhamm geleitet hat. Ganze Musicals wurden unter seiner Leitung aufgeführt und es ging mit dem Singkreis sogar auf Tournee.

Seine geistige Heimat fand Gerhard Schäfer in der Landeskirchlichen Gemeinschaft, wo sich Menschen zusammengefunden haben, die sich in ihrem Glauben besonders engagieren wollen. Neben den Gottesdiensten am Sonntag gab es auch noch ein Treffen und Bibelgespräch am Sonntagnachmittag. Später entwickelte sich daraus der Dienstagskreis, der sich bis heute trifft.

Gerhard Schäfer war ein Missionar, wollte das Evangelium, die gute Botschaft weitersagen. Er fand dabei auch immer wieder deutliche Worte – auch an der Kirche ließ er manchmal kein gutes Haar. Wie oft habe ich mit ihm diskutiert über seine Beiträge auf seinem „Bibeltelefon“ oder jetzt bei seinem „Sonntagsgruß“ per Mail. Bei mancher Kritik – er ist der Landeskirche immer treu geblieben. In einem Jahr, als noch Kandidaten, wollte er sich sogar für die Kirchenvorstandswahl aufstellen lassen.

Viele Menschen in unserer Gemeinde haben Gerhard Schäfer für starke und mutmachende Impulse im Glauben zu danken. Viele werden ihn vermissen. Ganz besonders seine beiden großen Enkel. Das jüngste Enkelkind hat ihn nicht mehr kennengelernt. Die kleine Emma wird später aber sicherlich von einem „ganz besonderen Opa“ hören!

Bert Hitzegrad



Auf dieser Seite stellen wir Menschen aus unserer Kirchengemeinde vor, die sich in den Dienst unserer kirchlichen Gemeinschaft stellen. Für den einen ist es ein Anfang, für den anderen Besinnung auf ein Jubiläum, für den dritten ist es vielleicht ein Abschied ..........



Dagmar Hellström (links) und Dagmar Butt (rechts) 



Die alte und die neue Sekretärin für den Friedhofsbereich haben denselben Vornamen: Dagmar.

Dagmar Butt übergibt ihre Aufgaben an Dagmar Hellström. Frau Butt wechselt als Sekretärin ins Diakonische Werk. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit und ihr Engagement bei der Verwaltung des Friedhofs.

Ihr Nachfolgerin stellt sich kurz vor:

"Mein Name ist Dagmar Hellström. Ich wohne seit 1968 in Cadenberge, bin verheiratet und habe eine Tochter. Am 09.10.2012 habe ich die Nachfolge von Dagmar Butt im Kirchenbüro, für Friedhofsangelegenheiten, angetreten. Ich freue mich auf die neue Herausforderung."

Wir wünschen der „neuen Dagmar” ebenso viel Freude an der Arbeit und Gottes reichen Segen.

Dagmar Hellström ist im Kirchenbüro in der Regel dienstags und mittwochs vormittags zu erreichen unter der Telefonnummer 04777/288 oder per eMail: KG.Cadenberge@evlka.de



 



Ruth Scheffler-Hitzegrad

Am 3. Advent werde ich als Lektorin in der Kirchengemeinde Cadenberge-Wingst eingeführt. Gelesen in den Gottesdiensten haben ich schon viele Jahre. Nun darf ich auch einen kompletten Gottesdienst leiten. Nach einer Ausbildung in zwei Blöcken zu Themen wie Gottesdienstablauf, liturgisches Singen, Aufbau einer Predigt .... kommt nun mit der Einführung der praktische Teil.

Ich werde Gottesdienste ganz halten können mit einer Predigt, die ich vorher nach einer vorgegebenen Predigt erarbeitet habe. Es kann also vorkommen, dass Sie mich von nun an das eine oder andere Mal in einer Andacht oder im Gottesdienst erleben. Ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde feiern. Ich wünsche mir und uns allen bei den Gottesdienst Gottes guten Segen!

Ruth Scheffler-Hitzegrad

Die Einführung von Ruth Scheffler-Hitzegrad ist am Sonntag, dem 16. Dezember, 3. Advent um 10.30 Uhr in der St.Nicolai-Kirche in Cadenberge. Wenn Sie Fragen zur Lektorenausbildung haben oder sich dafür interessieren - sprechen Sie Ihre Pastoren in den Pfarrämtern an.



 



Gut 20 Jahre war er im Kirchenvorstand tätig. Doch auch darüber hinaus war er viele weitere Jahre Ratgeber in Friedhofsangelegenheiten, langjähriger Pächter des Kirchenlandes und immer wieder bereit nach Kräften und mit den Maschinen des Hofes zu helfen. Ende Mai ist Werner Hölting im Alter von 81 Jahren verstorben. In der Woche danach wurde er unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen.

Als ich 1993 nach Cadenberge kam, war Werner Hölting noch im Kirchenvorstand tätig. So war er einer der ersten, der sich als Kirchenvorsteher und als Nachbar in der Claus-Meyn-Straße um die neue Pastorenfamilie kümmerte. Aus dem guten Miteinander und der Nachbarschaft ist auch eine herzliche Freundschaft geworden. Das gilt wohl für die meisten Pastoren und Superintendenten, mit denen Werner Hölting gemeinsam für die Gemeinde wirkte. Auch die Superintendenten in Ruhe und nicht mehr am Ort, Brandes und Brand, hielten die Verbindung zu ihm.

Werner Hölting war in seiner ruhigenden und ausgleichenden Art gern gesehener Ratgeber. Auch in den letzten Jahren war er noch im Friedhofsauschuss und auch im Stiftungsrat der „Bremerschen Waisenhausstiftung“ tätig. Bis vor kurzem half er noch tatkräftig beim Schlagen, Transportieren und Aufstellen der großen Weihnachtsbäume in der Kirche – 8 Meter sollten sie jedes Jahr mindestens haben. Auch die Geselligkeit danach beim Grünkohlessen war ganz nach Werner Höltings Geschmack.

Nun war seine Kraft am Ende. Er ist nach dieser Zeit heimgekehrt in Gottes Ewigkeit. Wir sind dankbar für sein Wirken in unserer Gemeinde und wissen ihn und seine Lieben in Gottes Händen geborgen.

Bert Hitzegrad