Da lief einem trotz sengender Hitze eine Gänsehaut über den Rücken, als 16.000 Bläser mit dem feierlichen „Einzug“ den Abschlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Posaunenchortages in Leipzig eröffneten. Ein satter Klang und eine tolle Atmosphäre im voll besetzten Zentralstadion waren der Höhepunkt eines Bläserfestes, das ins Guinessbuch der Rekorde eingehen wird.
Wir fünf vom Posaunenchor Cadenberge und Grift-Westerhamm, Kai Rudl, Christine Roesner, Henriette von der Schulenburg, Gudrun Schmidt und Amei von der Wense waren mittendrin in der großen Bläserfamilie, teilten uns nachts das Klassenzimmer einer Schule mit einer Familie aus Buxtehude, genossen am Tage die gigantische Eröffnung auf dem Augustusplatz mit Posaunenchören aus allen Teilen Deutschlands aber auch mit Bläsern aus dem Ausland von Estland bis Südafrika, erkundeten zwischendurch die Sehenswürdig-keiten Leipzigs und erlebten viel gemütliche sächsische Herzlichkeit. Es war außerdem ein Fest der Generationen. Der jüngste Bläser war 5, die älteste Bläserin 84 Jahre alt, dazwischen waren alle Altersgruppen vertreten. Sehr beeindruckte uns die Sauberkeit, es wurde kaum Müll hinterlassen.
Der Posaunentag klingt noch nach und prägt auch die Bläsermusik vor Ort, denn mindestens eine, die mit dem ersten Preis gekrönte Komposition, wird die Hörer bei so manchem Gottesdienst in Cadenberge oder in der Wingst in Zukunft erfreuen.
Amei von der Wense
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