Blick ins Evangelische Gesangbuch

Das Lied “Christe, du Lamm Gottes” (EG 190.2) ist fester Bestandteil unserer gottesdienstlichen Abendmahlsliturgie. Martin Luther übertrug den Text aus dem Lateinischen ins deutsche. Vermutlich stammt auch die Melodie von ihm, wie überhaupt das Lied stilistisch und inhaltlich im Umfeld von Luthers Übertragung und Neuordnung der Gottesdienstes in deutscher Sprache in den Jahren 1525/1526, der Schaffung der “Deutschen Messe”, zu sehen ist. Dass melodisch die Worte “Gottes”, “Sünd” und “unser” durch doppelte Notenwerte hervorgehoben sind entgegen klassischem gregorianischem Brauch, zeigt Luthers Musikauffassung:  Die Melodie steht im Dienste des Wortes. Erstmals wurde das Lied in der heute gesungenen Form 1528 in der “Braunschweigischen Kirchenordnung” veröffentlicht.

Die Vorstellung des “Lammes Gottes” bezieht sich auf das Lamm als Opfertier im Alten Testament, besonders auf die Pessach-Lämmer, deren Blut in der Nacht des Auszugs der Israeliten aus Ägypten (Exodus) auf Gebot Gottes hin als Schutzzeichen vor dem Todesengel an den Türpfosten gestrichen wurde (Ex 12). Auf den Exodus Israels als Heilshandeln Gottes hin wurde das Schlachten eines Lammes zur zentralen Praxis des Pessach-Festes (neben dem Backen von ungesäuertem Brot).

Auch das vierte Gottesknechtslied bei Jesaja (Jes 52,13ff ) verbindet sich mit der Symbolik des Lammes. Dort heißt es vom Gottesknecht: „Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf.“ (Jes 53,7)

 
Christe, du Lamm Gottes,
Der du trägst die Sünd der Welt,
Erbarm dich unser!

2. Christe, du Lamm Gottes,
Der du trägst die Sünd der Welt,
Erbarm dich unser!

3. Christe, du Lamm Gottes,
Der du trägst die Sünd der Welt,
Gib uns deinen Frieden! Amen.


Kai Rudl



Projektchor „Ohrwurmkonzert“

Singen Sie auch gern mit, wenn im Radio wieder die „Ohrwürmer“ zu hören sind? Vielleicht singen Sie dann sogar kräftig mit beim „Guantanamera“ oder beim „Halleluja“ von Händel. Mit einem Projektchor möchte ich solche „Ohrwürmer“ einstudieren und in einem „Ohrwurmkonzert“ zu Gehör bringen.

Der Projektchor probt jeden Montag um 20.00 Uhr im Gemeindehaus in Bülkau und jeden Dienstag um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Cadenberge. Singen Sie mit!

Mariola Hoss-Hillmann



 



Kirchenmusik - Neues und Bewährtes

Zum Jahreswechsel gab es auch für unsere Kirchengemeinde den großen Wechsel in der Kirchenmusik: Mariola Hoss-Hillmann ist unsere neue Organistin und Chorleiterin. Kai Rudl wechselt nach Otterndorf und engagiert sich in Zukunft noch stärker im Kirchenkreis. Als Kirchenkreisprojekte versteht er auch die Kantorei und den Gospelchor, die weiterhin in Cadenberge „ihr Zuhause” haben - und wir sind froh darüber. Weiterhin leitet Kai Rudl auch die Posaunenchöre - und er leitet sie nicht nur, sondern wechselt auch fröhlich zwischen Trompete, Posaune oder Tuba, wenn eine Stimme einmal nicht so gut besetzt ist ...

Mariola Hoss-Hillmann, die ja schon lange mit ihrem Mann auch „Cadenbergerin” ist, setzt die gute Arbeit mit den Kinderchören fort - beide, der Kinderchor und der Spatzenchor treffen sich nun am Donnerstag. Ein neuer Kirchenchor hat sich unter ihrer Leitung auch gefunden - Dienstagabend treffen sich diejenigen, die Freude am Singen haben und als Chor die Gottesdienste bereichern wollen. Ein erster Auftritt ist schon geplant: bei der Passionsandacht in Westerhamm am 13. März! Im März startet Mariola Hoss-Hillmann auch ihre Orgelschule im St.Michaelishaus. Unsere Organistin möchte Menschen gewinnen, die bei ihr die Freude an der Musik lernen - theoretisch und ganz praktisch. Alle Gruppen und Kreise freuen sich über weitere Interessierte, Menschen, die Freude haben am Singen und Musizieren in unserer Kirchengemeinde.

Bert Hitzegrad





Letzte Änderung am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 13:00:19 Uhr.



Posaunenchor on tour