Als meine Frau mich fragte, ob ich mit meinem Sohn ( 2 1/2 Jahre) zur Väterfreizeit wollte, war mein erster Gedanke: Auf gar keinen Fall! Ich hatte sofort die Erlebnisse im Kopf, die ich abends oder am Wochenende mit ihm erlebt habe, wenn ich mit ihm alleine war, und er ständig nach Mama gerufen hat.
Nach einigem guten Zureden, und ich meine nach einigem, habe ich dann doch zugestimmt. Ich sah mich schon am Rande eines Nervenzusammenbruchs, meinen Sohn permanent beschäftigen und trösten, während er nach Mama schreit. Es kam jedoch alles ganz anders.
Von der ersten Minute an war er umsorgt von allen anderen, deutlich älteren Kindern. Es gab so gut wie kein Gezanke, keine Tränen, keine Frage: „Wo ist Mama?“, oder dergleichen.
Es war nach kurzer Zeit bereits so, als wenn wir jedes Wochenende mit dieser tollen Truppe unterwegs gewesen wären. Abends, als die Kinder (hoffentlich) geschlafen haben, hatten wir Männer Zeit für uns und konnten, dank Bert, mit kurzweiligen Gesprächen den Tag beschließen.
Als zwei Höhepunkte für mich und meinen Sohn möchte ich zum einen die Rückfahrt vom Schwimmen erwähnen, wo mein Sohn mir mitteilte: „Heute ein schöner Tag, mit Papa unterwegs.“ Zum anderen das Laternelaufen mit kurzer Pause am Pool, die Lichter spiegelten sich im Wasser und die Kinder und wir Väter sangen ein, zwei Lieder. Einfach schön!
Es war für uns wie ein kleiner Urlaub. Danke Bert und vielen Dank auch an meine Frau. Gerne nächstes Jahr wieder.
Carl-Jens Blohm
PS An alle anderen Väter, die Zweifel haben mit zu fahren. Ihr seid nicht allein! Es lohnt sich dabei zu sein.
|
 |
 |