Wenn man Sie manchmal im Gottesdienst erlebt, dann gibt es doch Zweifel. Allerdings hat eine Umfrage unter 11.000 Konfirmanden aus 635 Kirchengemeinden ergeben, dass der Konfirmandenunterricht nicht so schlecht ist wie sein Ruf.
Immerhin sind zwei Drittel aller Konfirmanden mit ihrer Konfirmationszeit ganz zufrieden. Am wichtigsten ist das Gruppenerlebnis. Dazu tragen die Freizeiten und gemeinsamen Aktivitäten z.B. an Blocktagen bei. Dass der Konfirmandenunterricht zur Information über den Glauben an Gott beiträgt, wurde ihm bescheinigt. Allerdings meint nur ungefähr die Hälfte, dass sie in diesem Glauben auch bestärkt wurden. Dabei heißt doch „confirmare” festmachen, bekräftigen, bestärken ... Aber das kann eben der Unterricht nicht allein.
Dafür man Vorbilder im Glauben, Menschen, die die Jugendlichen mit hineinnehmen in diesen Glauben. Und das sind nicht nur die Unterrichtenden, sondern auch die Eltern, Großeltern, die Paten oder auch die jugendlichen Teamer, die den Unterricht begleiten. Und wenn in den Konfirmationsgottesdiensten die Jugendlichen ihren Glauben bekennen und bestätigen, dann sind sie auch noch längst nicht fertig damit. Der Glaube muss weiterhin reifen und wachsen, wird manchen Zweifel aushalten müssen und muss sich in vielen Lebenssituationen bewähren.
Der Konfirmandenunterricht hat dafür hoffentlich eine gute Grundlage geschaffen für die 250000 Mädchen und Jungen (30% aller deutschen Jugendlichen), die jedes Jahr in der evangelischen Kirchen konfirmiert werden. Dass über die Hälfte der Jugendlichen die Gottesdienste langweilig findet ist schade. Aber da sind wir in unserer Kirchengemeinde auf einem guten Weg, neue und moderne Gottesdienstformen anzubieten. Immerhin: 77% der Befragten sagten, dass für sie die Konfirmation eines der wichtigsten Feste im Leben ist. Deshalb wünsche ich unseren 61 Konfirmanden in diesem Jahr, dass sie den Tag der Konfirmation genießen und dass es für sie eine wichtiger Schritt auf dem Weg ins Leben und in den Glauben an Gott ist.
Bert Hitzegrad
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