2007 beim JUZ in Cadenberge: ein Fest für Verständigung und Integration



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Cadenberger Schulklasse als „Grafiker" für „Internationales Fest"

Drei Menschen, die die Erdkugel tragen, dazu das Stichwort „ Miteinander" - das ist das diesjährige Plakatmotiv für das Internationale Fest in der Samtgemeinde Am Dobrock. Der Entwurf stammt von Sonja Otto aus der 10. Jahrgangsstufe der Schule Am Dobrock. Auch die Klasse R 9a von Horst Penselin hatte ihre Ideen zu dem Fest auf das Papier gebracht. Beim Internationalen Fest am 14. Juli in Cadenberge werden alle Entwürfe gezeigt und bewertet. Pastor Bert Hitzegrad hatte die Idee in die Cadenberger Schule gebracht. Das 16. Internationale Fest wird zum zweiten Mal beim Jugendzentrum in Cadenberge gefeiert. Am Sonnabend ab 15 Uhr soll musikalisch und kulinarisch eine Brücke geschlagen werden. Eine türkische Band aus Bremerhaven wird das Musikprogramm mitgestalten, außerdem der Cadenberger Gospelchor und eine Rockband aus Harsefeld, dazu viele einzelne Künstler und Interpreten. Der Erlös des Festes, das bis 22 Uhr dauert, kommt ausländischen Familien in besonderen Situationen zu gute. Im Zusammenhang mit dem Internationalen Fest ist .... ein Informationsabend zum Thema „Freiwillige Ausreise" im Cadenberger Bürgersaal „MarC 5" geplant. Referent des Vortragsabends ... ist Kai Weber vom niedersächsischen Flüchtlingsrat.

NEZ 11.7.07



 



Unser Foto zeigt die Klasse R9a mit ihrem Lehrer Horst Penselin (3.v.r.), Sonja Otto (vorn, Mitte) und die Mitinitiatoren des Festes, Heinz von Dollen, Jörg Cordruwisch vom JUZ Cadenberge (v.l.n.r.) und Pastor Bert Hitzegrad (r.).





„Hosgeldiniz" - „Herzlich willkommen" war am Stand der Türken zu hören, bei den Afghanen wurden die Gäste mit „Salom" zu leckeren Kuchen und Grillspezialitäten eingeladen. Viele verschiedene Sprachen und Leckereien konnten die zahlreichen Besucher am Sonnabend rund um das Jugendzentrum in Cadenberge erleben.

Da trafen Libanesen auf Albaner, Deutsche auf Türken und machten den Gästen Cevapcici, Pilaw, Teigtaschen und Falafel (frittierte Bällchen aus pürierten Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen) schmackhaft.

Bereits zum 16. Mal lud die Kirchengemeinde zum „Internationalen Fest" ein. Die Veranstaltung geriet auch dieses Jahr zum vollen Erfolg. Wohl auch deswegen, weil das Ziel dieses Festes über all die Jahre hinweg identisch geblieben ist: Alle Menschen, egal welcher Nationalität, sollen sich unbefangen treffen können und im gemeinsamen Gespräch zum Verständnis füreinander kommen.

Wie Samtgemeindebürgermeisterin Bettina Gallinat mitteilte, leben in der Samtgemeinde Am Dobrock mehr als 300 Ausländer aus .50 verschiedenen Nationen. Viele Zuwanderer besitzen einen deutschen Pass und haben sich gut integriert. Aber es gibt auch Neubürger, die noch keinen oder nur wenig Zugang zur norddeutschen Mentalität gefunden haben. Für alle, egal ob schon richtig zu Hause oder noch fremd in der Region, war das „Internationale Fest" in Cadenberge gedacht.

Viele Familien und Gruppen beteiligten sich an dem Fest, lieferten kulinarische und musikalische, tänzerische und andere Beiträge. Während die Jungen und Mädchen des Cadenberger Kindergartens einen internationalen „Schokoladen-Tanz" zeigten, warteten die Mädchen der Schwarzlichttheater-Gruppe in der abgedunkelten oberen Etage des Jugendzentrums schwitzend auf ihren Auftritt. Gholam Quader Niasi aus Afghanistan begeisterte die Gäste mit seiner Dotar, einem traditionellen afghanischen Zupfsaiteninstrument. Und „Platinum Ornament", eine junge Band aus Harsefeld, spielte rockige Eigenkompositionen.

„Die Stimmung hier ist einfach toll", freute sich Pastor Bernd Hitzgrad. Das fanden auch die Zuschauer, die begeistert vor dem Bühnenzelt bei den Auftritten mitklatschten.
Neben vielen unterhaltenden Programmpunkten wurde beim „Internationalen Fest" auch die Information groß geschrieben: Auf großen Wandtafeln machten die Veranstalter auf Kinderrechte aufmerksam. Die Schülerinnen und Schüler der Schule am Dobrock hatten zudem farbenfrohe Bilder zum Thema „Miteinander" gestaltet. Der Erlös des Festes kommt übrigens ausländischen Familien in besonderen Situationen zugute.

Jens-Chr. Mangels
NEZ vom 21. Juli 07