Cadenberge/Bremerhaven. „Wie oft betet ein Moslem? Was bedeuten die Schriftzeichen über der Kanzel? Wieviele Gläubige kommen am Freitag zum Gebet?” Die Gruppe der Aktiven Senioren hatte viele Fragen beim Besuch der Moschee in Bremerhaven. Herr Hassan Jarman vom türkischen Verein in Bremerhaven antwortete geduldig.

Schon lange hatten sich die „Damen und Herren über 60”, die sich als „Aktive Senioren” regelmäßig montags treffen, mit dem Thema Islam beschäftigt. Kopftuchstreit, Islamisten - das waren natürlich die aktuellen Diskussionspunkte. Aber man wollte auch mehr über den Hintergrund des Islam wissen.



Bei dem Besuch der Bremerhavener Moschee, die schon von außen an dem Turm, dem Minarett zu erkennen ist, waren alle über die Offenheit und Herzlichkeit überrascht.
Seit den 70er Jahren gibt es bereits einen Gebetsraum. In den 90er Jahren wurde ein ganzes Haus bezogen, das nun als Moschee dient. Der Gottesdienstraum fasse, so Herr Jarman, an großen Festtagen bis zu 1000 Menschen.

250 Mitglieder hat die Gemeinde in Bremerhaven. Mit den Familien und Angehörigen sind das 2500 Gläubige. Die Zahl derjenigen, die zum moslemischen Glauben gehören ist in Bremerhaven weitaus höher. Hassan Jarman schätzt sie auf 5000-6000. Aber auch für Seeleute, die kurzfristig im Hafen vor Anker liegen, ist die Moschee geöffnet.
Die Aktiven Senioren staunten über die kunstvolle Gestaltung des Gebetsraumes, der traditionell nach Mekka ausgerichtet ist. „Alle Fragen wurden bei unserem Besuch nicht geklärt, aber wir sind uns ein Stück näher gekommen!” fasste eine Aktive Seniorin ihre Eindrücke zusammen.

Bert Hitzegrad