Wenn der Pastor plötzlich krank wird

..... Gejubelt wird trotzdem!
Diamantene und Eiserne Konfirmation in Cadenberge

60 und 65 Jahre ist die Konfirmation her, eine lange Zeit in der viele die Konfirmationen der eigenen Kinder und Enkel, ja vielleicht sogar schon der Urenkel erlebt haben. Nun standen sie noch einmal vorn am Altar und bekamen den Segen Gottes erneut zugesprochen. Superintendent i.R. Hilmar Menke, selber in diesem Jahr goldener Konfirmand, musste kurzfristig einspringen, da der einladende Pastor Bert Hitzegrad plötzlich krank war und das Fest nicht mitfeiern konnte, und er tat es gerne, das war zu spüren. Der Posaunenchor begleitete den feierlichen Gottesdienst und schloss mit dem Spiritual „Gimme dat ol’ time religion - Gib mir den Glauben der ersten Zeit”. Diese Art von Musik gab es in den Jahren 1941/42 und 46/47 noch nicht in unserer Kirche, wohl hatte sie in den USA schon eine lange kirchliche Tradition und hat den Zuhörern heute gut gefallen.

Nach den obligatorischen Gruppenfotos wurde im Bürgersaal MarC5 bei einer Hadeler Hochzeitssuppe und beim Kaffeetrinken weiter gefeiert und der Zeit vor so vielen Jahren gedacht und über heute berichtet. Draußen herrschte das rege Treiben des Herbstmarktes, drinnen wurde angeregt geredet und erzählt, Neues ausgetauscht und an Altes erinnert. So hatte Gerhard Hinsch mit einem Tonband-Interview die Stimme des alten Lehrers Albrecht mit in den Raum gebracht. Einige Jubilare, erzählten aus ihrem Leben. Briefe von verhinderten Jubilaren wurden vorgelesen. Bodenständige Cadenberger und Wingster waren gekommen, aber auch weit Gereiste aus Duisburg und Florida.

Heinrich Heinsohn brachte als musikalischer Gast mit seiner Drehorgel die Herbstmarktstimmung mit in den Saal. Harry Feil, der das Treffen mit organisiert hatte, Hilmar Menke und Ruth Scheffler-Hitzegrad haben durch den Nachmittag geführt. Schade, dass der Pastor nicht dabei sein konnte. Ein großes Lebkuchenherz bekam er nach Hause mit dem Wunsch Aller: „Gute Besserung”

Ruth Scheffler-Hitzegrad