Der Gospelchor beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln

Zum vierten Mal fuhr unser Gospelchor „Spiritual Voices" im Juni zum Kirchentag in Köln, diesmal gemeinsam mit einer Jugendgruppe unseres Kirchenkreises. Untergebracht waren wir in der Heinrich-Böll-Gesamtschule gemeinsam mit anderen Chören. Ein einziger Spiegel in der Schule musste für alle reichen.

Wir erlebten den „Abend der Begegnung". Während Einige die stimmungsvolle Abendandacht mit der Bundesbigband und einem leuchtenden Fisch (dem Kirchentagsmotto) an der Kölner Brücke genossen, begeisterten sich unsere neuen jugendlichen Chormitglieder, die sich bestens in unsere Chorgemeinschaft und das Musizieren einfügten, für das Tauschen bunter Kirchentagsbänder, deren unterschiedliche Farben den Landeskirchen in Deutschland zugeordnet waren. Chormitglieder nahmen an einem Gospelworkshop teil, besuchten u.a. ein Punk-Konzert, Kabarettveranstaltungen oder das Symbol des nächsten Kirchentages, die Bremer Hanse-Kogge auf dem Rhein.Einen ersten Auftritt unseres 28 Personen starken Kirchentags-Chores hatten wir am Donnerstag in der großen Rheinparkhalle am Messegelände zu der Bibelarbeit eines Arztes.

Am Freitagabend folgte ein sehr stimmungsvoller Gottesdienst für Schwerhörige in der katholischen St.Georgs-Kirche mit 10 Sekunden Nachhall, in der unsere Gospelmusik durch den Kirchenhall vielfach verstärkt klang. Daran schloss sich ein Gemeindeabend mit Weißbrot und Trauben an - es war gelebte Ökumene, zu der wir Gospelsongs beisteuerten. Spät an diesem Abend durften wir uns dort noch an einem hervorragenden Pantomimen erfreuen.

Am Sonnabend konnten wir in einem Altenheim direkt am Kölner Dom ein einstündiges Gospelkonzert gestalten. Die Heimbewohner groovten super mit, es war eine Freude. Die älteste 101jährige Heimbewohnerin Hildegard hatte gerade an diesem Tag Geburtstag, so brachten wir ihr im Konzert ein Ständchen, sie war davon ganz begeistert. Wir freuen uns schon auf die nächste musikalische Großveranstaltung, den Gospelkirchentag in Hannover im kommenden Jahr.

Kai Rudi