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Sie verstehen sich nicht nur als Menschen, die eine besondere Aufgabe übernommen haben, sondern auch als eine Gemeinschaft, denen das Miteinander wichtig ist. Gemeint sind die Herren in Schwarz, die in der Regel bei den Trauerfeiern den Sarg zum Grab tragen und für einen letzten würdigen Abschied sorgen.
Meistens trifft sich „unsere Trägergruppe” mit den Ehepartner und auch den älteren Kollegen, die schon ausgeschieden, sind zu einem gemütlchen Miteinander in der Adventszeit. Doch nun gab es auch einen Anlass zum gemeinsamen Kaffeetrinken im Sommer. Die Kirchengemeinde hatte eingeladen, um den treuen und zuverlässigen Mitarbeitern zu danken, um zwei neue Träger zu begrüßen und auch zwei Verabschiedungen vorzunehmen.
Karl-Heinz Krzywdzinski und Helmut Strunck wurden verabschiedet. Viele Jahre hindurch waren sie verlässlich auf den Friedhöfen, um - in der Regel in einer Gruppe von sechs Trägern - den letzten Dienst zu übernehmen.
Karl-Heinz Krzywdzinski hatte fast 30 Jahre die Einsätze organisiert und den Kontakt zu den Bestattern und den Trägerkollegen gehalten.
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Helmut Strunck stand viele Jahre, auch noch zur Zeit, als Helmut Frey den Friedhof betreut hatte, auch als Ersatz-Kuhlengräber zur Verfügung und hat oftmals bei Wind und Wetter die Gräber vorbereitet.
Daran erinnerte besonders Manfred Metje als Vorsitzender des Friedhofsauschusses und dankte im Namen des Kirchenvorstandes. Beide erhielten einen großen Blumenstrauß für ihren Einsatz, aber auch gute Worte. Denn gerade für die Pastoren ist es wichtig zu wissen, dass der äußere Rahmen bei einer Trauerfeier gut und würdig organisiert ist und durchgeführt wird. Das ist auch ein Stück Seelsorge und Trauerbegleitung. Denn alles Laute, ein Ablauf, der unruhig ist und würdelos, wird als Störung empfunden und bleibt in Erinnerung - mehr als jedes gute Wort. Bei der Cadenberger Trägergruppe ist darauf Verlass, dass einfühlsam und würdevoll der letzte Weg beschritten wird.
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Anfang August musste die Trägergruppe dann selbst Abschied nehmen. Nur wenige Tage nach dem Treffen im Sommer, war Helmut Strunck verstorben. Wir sind froh und dankbar, dass wir noch die Gelegenheit hatten, ihm in der großen Runde den Dank zu sagen und ihn offiziell zu verabschieden. Helmut Strunck trug nicht nur in der Trägerrunde mit seinem Humor, plattdeutschen Döntjes und Geschichten zur Freude anderer bei. Vor einigen Jahren hatte er für den Gemeindebrief einen launigen Gang auf plattdeutsch durch die Kirche gemacht. So wie seine Frau Emmi seinen Dienst auf dem Friedhof unterstützte (Was ganz wichtig ist - und deshalb wurde den Partnerinnen beim Treffen im Sommer auch ganz herzlich gedankt!), so unterstützte er sie, vor allem beim Handarbeitskreis. Oft wartete er dienstags vor dem Gemeindehaus, um seinen Emmi mit all den Handarbeiten abzuholen.
Gespräch mit Helmut Strunck war immer anregend, denn über vieles machte er sich Gedanken, vieles schmeckte ihm nicht, vieles hätte er gern verändert ... Bei seiner Trauerfeier Anfang August sagte für die Trägergruppe Karl-Heinz Krzywdzinski die Worte des Abschieds an seinem Grab. Dieses Mal ein besonders schwerer Gang für die Männer in Schwarz, die den Sarg tragen.
Bert Hitzegrad
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