Seit Anfang des Jahres hat die Cadenberger Schule Am Dobrock einen neuen Rektor: Thorsten Fastert. In Unserer Region ist er kein Unbekannter, denn er stammt aus der Wingst und wurde hier auch getauft und konfirmiert. Im April hatte Thorsten Fastert Geburtstag und ist 39 Jahre alt geworden. Und im August wird er zur Silbernen Konfirmation eingeladen.
Bereits seit Sommer 2006 ist er als Konrektor an der Cadenberger „großen Schule” tätig, seit 2008 ist er kommissarischer Schulleiter im Team mit Sabine Dilbat, mit der er sich auch weiterhin viele Aufgaben teilt. Für den Gemeindebrief haben wir ihn nach seinem liebsten Bibelwort gefragt. Natürlich hat das mit der Schule etwas zu tun, und natürlich auch besonders mit seiner Schule - der Schule Am Dobrock, die sich für ein faires Miteinander einsetzt. Seit dem letzten Jahr ist die Cadenberger Haupt- und Realschule übrigens auch eine „Schule gegen Rassismus”:
„Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt sein wollt. (Lukas 6, 31)“
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Eltern mir die goldene Regel in der Form „Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg auch keinem andern zu!“ beigebracht haben. Später in der Schul- und Studienzeit konnte ich dann erfahren, dass die Menschheit sich schon von Beginn an Gedanken darüber gemacht hat, wie man sich seinem Nächsten gegenüber verhalten soll. Es ist faszinierend, in wie vielen Kulturen und Religionen diese oder ähnliche Formulierungen überliefert sind.
In der Schule Am Dobrock versuchen wir den Kindern und Jugendlichen diese Werte durch unser Schulmotto „Respekt, Höflichkeit, Verantwortung“ näher zu bringen – Worte, die sich im Schullogo wieder finden und selbstverständlich auch für die Lehrkräfte unserer Schule Grundlage allen Handelns sein sollen. Wir arbeiten daran, dass uns dies auch im manchmal hektischen Alltagsgeschäft gelingt.
Aus der Sicht eines Kindes oder eines Jugendlichen ist es aber gar nicht so einfach zu verstehen, welches Verhalten denn erwartet wird. Auf der anderen Seite stecken wir Lehrer in der Zwickmühle, weil wir auf jedem Zeugnis eine Bemerkung über das Verhalten jeder Schülerin und jedes Schülers abgeben müssen. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte haben daher gemeinsam Kriterien aufgestellt, die ein gutes Verhalten beschreiben. Alle Beteiligten kennen diese Kriterien und es wird im Unterricht darüber gesprochen.
Und was passiert, wenn wirklich einmal etwas schief gelaufen ist? Auch dann gilt die goldene Regel: Genauso wie ich mir wünsche, dass mir mein Gegenüber ein falsches Verhalten verzeiht, wenn ich Einsicht und Reue zeige und mich ehrlich um Wiedergutmachung bemühe, so gibt es auch in der Schule einen neuen Anfang.
Thorsten Fastert
|
 |
 |