Sommer bedeutet auch immer Ferien und Urlaub. In unserer Region, in der wir wohnen, machen ganz viele Menschen Urlaub. Von der Küster bis zur Wingst, von den Mooren bis zur Elbe kann man hier viel ruhe und viel Abwechslung erleben. Aber auch der andere Blick ist wichtig: Viele Menschen in unserer Region leben vom Tourismus. Deshalb wird dieser Bereich auch bei den zukünftigen Planungen mehr und mehr in den Blick genommen. Auch die Samtgemeinde Am Dobrock hat bei ihrer Leitbildentwicklung dem Tourismus eine zentrale Rolle eingeräumt. Als „Chefin” der Samtgemeinde haben wir deshalb für die Sommerausgabe Samtgemeindebürgermeisterin Bettina Gallinat um ihr „liebstes Bibelwort” gebeten. Spontan sagte sie zu und stellt „ihr Wort” vor, das sie schon lange begleitet:

„Ich bin die Tür, wer durch mich hineingeht wird gerettet werden.
Evangelium Johannes 10,9


Was kann ein solcher Bibelvers in der heutigen Zeit bedeuten, was können wir daraus ableiten, was mache ich damit?

Sicher stellt sich jeder Mensch etwas anderes unter diesem Vers vor. Türen gibt es viele. Große, kleine, schön und opulent verzierte, schlichte, ja sogar versteckte Türen.
Türen sind in erste Linie dazu gedacht zu trennen. Die kalte Winterluft von der warmen Wohnzimmerluft, die Ruhe vom Lärm, Menschen und Raum voneinander. Sie gewährt Rückzugsmöglichkeit für die Arbeit oder Schutz vor Einbrechern.

Ganz anders verhält es sich, wenn Türen geöffnet sind oder geöffnet werden. Sie laden geradezu zum Eintreten ein, sie bedeuten Offenheit und sie bedeuten die Verbindung von vorher getrennten Menschen und Räumen. Ich denke beide Eigenschaften sind wichtig, und wir sollten uns fragen, wollen wir trennen oder wollen wir einen.

In meiner Funktion als Samtgemeindebürgermeisterin ist vor allen Dingen der einende Aspekt gefragt. Ich koordiniere zwischen der Bürgerschaft und der Politik und bin als gewählte Samtgemeindebürgermeisterin aber auch Verwaltungschefin und damit Bindeglied zwischen Politik und Verwaltung. In unserer kleinen Einheit ist es für die Akzeptanz von Maßnahmen wichtig, dass diese auf breiter Basis entschieden und anschließend von allen mitgetragen werden.

Im Gegenzug sind wir alle aufgerufen Dinge, die unser Gemeinwohl gefährden, von uns abzuwenden. Unser aller tun sollte darauf ausgerichtet sein zusammen zu stehen, wenn es darauf ankommt und – im übertragenen Sinne – die Tür zu schließen, wenn unser Wohl von außen gefährdet wird. Im Sinne dieses Bibelverses können somit alle dazu beitragen, dass unsere Samtgemeinde liebens- und lebenswert bleibt.

Bettina Gallinat

Letzte Änderung am Dienstag, 13. Juli 2010 um 22:19:51 Uhr.