Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn
Im Oktober feiern wir Erntedank. Eine gute Gelegenheit, sich zu erinnern, wem wir das Leben, die Ernte, Reifen und Wachstum verdanken. Es ist auch die Zeit, in der Rückblick gehalten wird auf die Arbeit des Jahres. Für die Erntedank-Ausgabe des Gemeindebriefes haben wir Stephan Crohn gebeten, seine Gedanken zur Ernte auszuschreiben. Nach mehreren Jahren in der IT-Branche ist Stephan Crohn auf den elterlichen Hof in Wingst-Voigtding zurückgekehrt und bewirtschaftet ihn nun seit einigen Jahren. Ér ist verheiratet und hat drei Kinder, die das Leben auf dem Land genießen:
„Was der Mensch sät, das wird er ernten (Gal 6,7): Dieser Spruch aus der Bibel bewahrheitet sich in der Landwirtschaft jedes Jahr wieder. Die Erntezeit ist immer die spannendste und zugleich aufregendste Zeit des Jahres, denn nun zeigt sich der Erfolg oder auch Misserfolg des Säens und eines ganzen Jahres Arbeit. Ist das Korn gut aufgekommen? Ist es gesund geblieben? Hat das letzte Unwetter Schaden angerichtet? Waren die letzten Tage zu heiß, so dass das Korn zu schnell gereift und der Ertrag somit am Ende gesunken ist? Das sind Fragen, die man sich das ganze Jahr über stellt. Ende Juli war es dann soweit: Wir konnten mit der Rapsernte beginnen und dann ab Anfang August den Weizen dreschen – Hochzeit auf den Feldern! Mit dem Wetter vor und während der Ernte meinte Petrus es gut mit uns; der Boden war trocken, so dass wir auf dem Acker gut fahren und einen Großteil der Ernte trocken einbringen konnten. Es zeigte sich, dass die Ernte reichlich war, obwohl der erste Teil, nämlich das Säen im letzten Herbst - bedingt durch das schlechte Wetter im Oktober – vielfach nicht so gut oder teilweise auch gar nicht geklappt hat. Jetzt steht das Erntedankfest vor der Tür, und auch wenn wir für das, was wir dieses Jahr ernten durften, dankbar sind, so ist es doch nicht die Zeit, die Hände in den Schoß zu legen: Wir sind schon wieder mitten in der Arbeit, um auch im nächsten Jahr, so Gott will, eine gute Ernte einzubringen. Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land…”
Stephan Crohn
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