Dr. Iris Küver-Krahtz mit ihrer KU4-Gruppe 



Dr. Iris Küver-Krahtz ist zusammen mit acht weiteren Frauen KU4-Mutter in unserer Kirchengemeinde. Sie unterrichtet in ihrer Gruppe ihren Sohn Christian zusammen mit sechs weiteren Jungen. Gleichzeitig ist ihr Sohn Julian im Hauptkonfirmandenunterricht und wird im April in konfirmiert. Sie ist, wie sie sagt, vom Konfirmandenunterricht gleich zweimal „betroffen”. Wir haben Iris Küver-Krahtz nach ihrem liebsten Bibelwort befragt.

Sie hat einen Vers aus dem Jeremia-Buch gewählt (Jer 29, 13.14):

Gott spricht: Wenn Ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von Euch finden lassen (Jeremia 29,13.14)

„In meiner Gruppe merkte ich schnell, wie offen die Kinder für die großen Themen sind und mit welcher Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit zugleich sie die existentiellen Dingen des Lebens sozusagen "auf den Tisch bringen": Woher kommt die Welt? Woher weiß ich, dass es Gott wirklich gibt? Stimmt das, was in der Bibel steht? Hört Gott mir zu, wenn ich bete? Warum ist mein Opa gestorben und wo ist er jetzt?

Dabei sind die Kinder oft selbst die besten "Theologen". Für uns Erwachsene erscheint vieles so selbstverständlich. Der Anfang der Weisheit ist, neugierig zu sein, Fragen zu stellen und nicht mit der ersten Antwort zufrieden zu sein. Das können Kinder hervorragend! Wir Erwachsene können davon viel lernen. Bei „meinen Kindern” spüre ich, wie sie „von ganzem Herzen” suchen.

Das Nachdenken über Gott aber geht nicht auf einmal, sondern nur Schritt für Schritt. Manchmal müssen wir auch Pause machen, denn über Gott und die Welt nachzudenken ist ganz schön anstrengend. Und manchmal brauchen die Fragen nach dem Leben und dem Glauben auch Zeit. Zwischen den Unterrichtseinheiten liegen dann genügend Tage, um Inhalte "sacken zu lassen". Das gilt im Übrigen nicht nur für die Kinder, sondern auch für mich.

Ich freue mich, die kleinen Vorkonfirmanden in dieser Zeit ihrer ersten Auseinandersetzung mit Religion, Glauben und Gott mit viel Freude und Spaß begleiten zu dürfen. Die damit verbundene Verantwortung habe ich gern übernommen (und kann es - auch zur eigenen Weiterentwicklung - nur weiterempfehlen!). In einigen Jahren werden sich unsere Kinder dann als Jugendliche im Rahmen des Konfirmandenunterrichts erneut intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen, um selbst zu entscheiden, ob sie Ja sagen wollen zu einem Leben mit Gott oder eben nicht. Mein Sohn Christian besucht den Vorkonfirmandenunterricht, mein Sohn Julian wird am 25. April 2010 konfirmiert. Eine spannende Zeit für uns!

Im Namen der unterrichtenden Mütter wünsche ich allen Vorkonfirmanden und Konfirmanden, dass Ihr nie aufhört, auf Eurer Suche nach Gott neugierig zu bleiben.”

Dr. Iris Küver-Krahtz